FTG-News 2026-22 – Warnung vor Betrugsmails: „Was zu gut erscheint, um echt zu sein, ist auch meistens nicht echt!
Seit Wochen erhalten Tankstellenbetreiber vermehrt Angebotsmails, die vorgeblich von etablierten Lieferanten stammen, vor allem von Lekkerland, aber auch von angeblichen AdBlue-Herstellern und –Händlern. – stammen. Hinter diesen Mails steht kein seriöses Angebot, sondern eine bundesweite, branchenübergreifende Betrugsmasche. Neben mehreren Tankstellengesellschaften hat inzwischen auch Lekkerland selbst öffentlich vor diesen Mails gewarnt. Die Täter passen ihr Vorgehen laufend an und schreiben mittlerweile auch Privatpersonen an. Scheinbar echte Absenderadressen sind dabei kein Zeichen für Sicherheit, denn sie sind eben tatsächlich nicht echt.
Wie die Masche funktioniert: Der Absender tritt unter dem Namen eines real existierenden Vertriebsmitarbeiters auf – etwa „Hans Möller“ für Lekkerland – und verwendet eine täuschend ähnliche, aber gefälschte Domain. Lekkerland nennt in seiner Warnung u. a. hansmoeller-lekkerland.de, sonderaktion-lekkerland.de und bestellannahme-lekkerland-se.de. Keine davon gehört zum Unternehmen. Das Impressum in der Signatur wird eins zu eins von der echten Firmenwebseite kopiert. Beworben werden Standardartikel wie Red Bull zu unrealistisch niedrigen Preisen oder AdBlue in Staffelpreisen deutlich unter Marktniveau. Ergänzend wird ein „vollständiger Katalog“ mit Rabatten bis zu 70 Prozent auf Tabakwaren, Spirituosen, Süßwaren und Kaffee angeboten. Auffällig ist der Hinweis in den Mails, auch Privatpersonen oder Interessenten ohne Kundennummer könnten bestellen. Tatsächlich beliefert Lekkerland ausschließlich gewerbliche Kunden mit bestehender Kundennummer. Wer bestellt, erhält eine Rechnung mit Zahlungsziel Vorkasse auf ein Konto, das häufig auf eine Privatperson lautet. Die Ware wird nie geliefert. Das Geld ist praktisch nicht mehr zurückzuholen, weil die Zahlung meist über einen sogenannten „Finanzagenten“ innerhalb weniger Stunden weitergeleitet wird.